Kurt
05.08.2009 23:40 | lieber bernhard!
danke für diese wunderschöne seite und ebenso deine überlegungen.
ich finde den austausch zu spirituellen menschen eine wunderbare sache. erstmals erkennt mensch, dass jeder nach dem guten strebt und nach dem besseren sucht. das gibt mir viel mut.
ich merke auch bei vielen mitmenschen, dass ihnen mitgefühl und schöpfung ein zentrales anliegen sind. immer mehr menschen erkennen, dass wir von dem zentralen mittelpunkt-mensch- ein wenig abweichen können, zugunsten, anderer gottes geschöpfe.
insbesonders sind uns/mir alles lebendige ein anliegen, da meiner meinung nach das leben von einem schöpfer stammt, der diese wunder vollbringen konnte.
auch ich habe mich viel mit dem (ur)christlichen lehren auseinandergesetzt und bin noch lange nicht dabei, die gesamte weisheit dieser lehre zu erfassen.
bei vielen christlichen, aber ebenso auch anderen lehren durfte ich erkennen, dass es menschen gab, die die gesamte schöpfung in ihr geistig-spirtuelles weltbild miteinschlossen.
diesen und vielen anderen menschen sind nicht-menschliche lebewesen, ebenso ein schützenswertes anliegen, wie es ev. auch die ur-lehren vermittelten: lebendiges zu bewahren.
da wir aber tiere in ihrer ausdrucksweise und in ihrer sprache (noch)nicht verstehen, bzw. sie nicht als gottes werk erfassen, kommt es dazu, dass wir sie aus unsererm verständnis, somit auch aus unserem mitgefühl und unserer ethik ausschliessen.
für die tiere ist dies fatal, ebenso für menschen, insbesodners jene, deren getreideernten in sog. 3ter welt für futtermittel missbraucht werden. 43.000 kinder sterben hierfür täglich.
vor kurzem habe ich gelesen, dass wir von einem eingeschränkten nahrungsschatz von 3600 speisekulturpflanzen leben. würden wir allerdings alle felder hierzu tauglich aufbereiten und nutzen, stünde uns ein gottes-werk von 36.000 speisekulturpflanzen zur verfügung.
leider gibt es viel menschen, die tiere mit pflanzen vergleichen. ich sage dann immer: du musst den baum nicht fällen, wenn du an den apfel willst. und wenn dir wahrlich am leben an der knolle oder an der sprosse liegt, müsstes du tiere allemal verschonen.
ich denk oft nach, ob gott oder gottes licht im schlachthof hinreicht, ob es der wille des schöpfers war, lebendiges zu vernichten, aus welchen gründen auch immer.
viele menschen sprechen von notwendigkleit, von genuss, von arbeit durch die idee der tiertötung.
diese argumenten lassen sich aber ebenso ad absurdum führen.
menschen, die sich pflanzlich ernähren und tierliche produkte ersetzen, leben oft gesünder, länger und erfreuen sich eines körpers mit oft gar keinen erkrankungen der heutigen zivilisation( krebs, herzinfarkt, diabetes, demenz, etc...)
ich würde mich so freuen, wenn immer mehr menschen zum lebendigen beten, zu einem lebendigen gott, zu einer lebendigen natur oder noch besser sich bedanken für das lebendige.
ist es nicht wunderbar ein lebewesen in freier natur zu beobachten, welche freude es hat beim laufen, beim erkennen der mutter, beim spielen im gras hat?!
letztlich entscheiden wir, wofür wir danken wollen, für das lebendige oder für das totbringende oder zu tode gebrachte gottes geschöpf.
lernen wir doch von den naturvölkern, indem wir sie nicht nachahmen und uns für getötete tier bedanken, lernen wir aber von ihrer achtsamkeit, lebendiges zu bewahren und zu verschonen, können wir zuversichtlich in die zukunft gehen, mit einem reinem gewissen und ebenso können wir unserem schöpfer aufrecht entgegentreten und seinen geschöpfen wieder mit gutem gewissen in die augen blicken.
ps: ich habe gerade einen immens leckeren burger mit gebratenen zucchinischeiben, salat, senf, getrockneten tomaten in öl, und viel knochlauch verspeist.
ich war immens dankbar, dass ich zu essen habe und dass uns der schöpfer mit dem sinn des genusses ausgestattet hat.
es ist ein zugewinn für alle spirituellen und empfindsamen menschen unsere mitgeschöpfe am leben zu lassen.
ich hoffe, du sieht diese überlegung als kleines geschenk, zumindest kann es ein geschenk sein an jene tiere, die wir über jahrhunderte genutzt und ausgebeutet haben.
unser schopfer wird es dir/uns danken und er wird erkennen, dass du sein werk geachtet und sogar geliebt hast.
ich wüsnche dir weiterhin alles, alles liebe und gute auf deinem lebensweg, und verzeih, wenn ich zu direkt war. ich -wollte- einfach den tieren eine hörbare stimme sein.
liebe grüsse kurt ijan@gmx.net
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